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Courtesy of Historic Camera
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Von den 1970ern bis in die Gegenwart ;O)


Meine erster Kontakt mit der aktiven Fotografie

Mitte der 1970er Jahre bekam ich eine alte 127er Rollfilmkamera, die bei meinen Eltern ausgedient hatte.
Plastikgehäuse mit Kunststofflinse, immerhin 2 Blendenstufen, Filmtransport mit Drehrad und eingebauter Blitz mit Blitzbirnchen.

Die allwissende Müllhalde hatte jetzt doch noch ein Bild der 'Ansco Cadet Flash' parat. Diese Kamera war es also, die mir die ersten Groschen für Filme und Entwicklung aus dem Portemonnaie gezogen hat.

Dann folgte Anfang der 1980er eine Agfamatic 901E Pocket für 110er Pocketfilm.
Ein sehr kompaktes Modell mit Motorantrieb, Elektronenblitz, Belichtungsmesser mit stufenloser Blendenverstellung über Schieberegler, Belichtungsanzeige über Lichtwaage im Sucher und Serienbildaufnahmefunktion.
Zur Not passten auch die damals noch weit verbreiteten Topflash-Module mit 8 oder 10 Blitzbirnchen an den Anschluss.
War schon ein geniales kleines Stück Technik für die damalige Zeit - und selbst Dias ließen sich damit ausgezeichnet belichten.

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Der Einstieg in die Spiegelreflexfotografie folgte Ende der 1980er mit einer Vivitar V2000.
Dies ist eine vollmechanische SLR ohne Automatikfunktionen.
Der Verschluss wird durch ein Federwerk gesteuert, Belichtungszeiten von 1/2000 - 1 Sek.
Eine Batterie wird nur für den Nachführ-Belichtungsmesser benötigt (Belichtungsanzeige über LED +0- im Sucher).

Einige Jahre später folgte dann die erste Pentax.
Eine P30T mit Zeit-, Blenden- und Programmautomatik und elektronisch gesteuertem Verschluss.
Belichtungszeiten von 1/1000 bis 1 Sek., Belichtungsspeicher, Abblendtaste und Selbstauslöser.

Im Laufe der Zeit kam dann noch eine Super A mit Winder dazu, die inzwischen wieder verkauft wurde.

Neben den Kameragehäusen 'musste' jetzt natürlich auch einiges Zubehör beschafft werden.
• Objektive: vom legendären Tokina RMC 17mm, Festbrennweiten mit 24mm, 50mm und 135mm, über diverse Zooms, bis hin zum 500mm Spiegeltele.
• Blitzgeräte: ein Alfotron Automatikblitz und ein Metz TTL-Blitz für die Super A.
• Sonstiger Kleinkram: Fototasche, Reinigungsmaterial ...

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Fuji FinePix F601Zoom

2002 - Das Jahr, in dem ich Kontakt aufnahm! - Mit der Digitalfotografie.

Meine erste 'Digitale' ist eine Fuji FinePix 601Zoom.

Die Fuji hat einen SuperCCD III-Sensor mit 6 MP Auflösung, ISO 160-1600, 36-108mm-Zoom (KB-äquivalent), Videoaufzeichnung (VGA) - Aufzeichnung auf SmartMedia.

Inzwischen technisch total überholt, aber für die damalige Zeit eine sehr hohe Auflösung, sehr gute JPEG-Qualität, durch das 'Hochkant-Format' sehr griffig und mit manuellem Modus.

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2007 - Die erste DSLR.

Wegen der vorhandenen Objektive aus der 'prädigitalen' Zeit wurde es eine Pentax K100D Super.
Es war die Zeit, zu der Pentax begann, alle Kameras mit SDM-Kontakten auszustatten.

2009 habe ich die K100D durch eine K-7 ersetzt.
Die Vorteile waren schon gewaltig:
• abgedichtetes Gehäuse und 18-55mm Kit-Objektiv
• 14 Megapixel Auflösung, CMOS-Sensor (gegenüber 6 Megapixel CCD)
• endlich wirksame Ultraschall-Sensorreinigung mit Kontrollmöglichkeit
• erhöhte AF- und Serienbild-Geschwindigkeit
• direkterer Zugriff auf Wahl der Belichtungsmessmethode, Autofokusmodus, Bildformat und -auflösung, ISO-Empfindlichkeit
• eingebauter Blitz ist TTL-masterfähig
• eingebaute Wasserwaage mit Horizontkorrektur
• 3" Display mit über 900.000 Pixeln (gegenüber 2,5" mit 210.000)
• als Gimmicks mit an Bord: Videofunktion und Live-View
• ...

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2011 - die 'kompakte' Ergänzung.

Nach langer Überlegung habe ich eine Samsung EX1 angeschafft.

Eine lohnende Investition!

• 24-72mm-Zoom (KB-äquivalent), f/1.8-2.4 (reicht zwar nicht zum Freistellen, aber gut bei wenig Licht)
• kleiner (aber nicht zu kleiner!) Sensor 1/1.7"
• für die gebotene Leistung und Ausstattung SPOTTBILLIG! - vergleichbar mit Canon G11 und Panasonic LX3 und dabei wesentlich günstiger!

Die Menüführung der Kamera ist die reinste Katastrophe. Aber wenn man erst einmal weiss, wo man was findet - und warum manche Dinge nicht einstellbar sind - kommt man auch damit klar.

Wie alle Kompakten, mit den üblichen Nach- und Vorteilen verbunden:
• Kleiner Sensor = viel Schärfentiefe (Nachteil bei Portraits, aber Vorteil im Makrobereich)
• Von Haus aus kurze Naheinstellgrenze
• Im Vergleich zur SLR lahmarschiger Autofokus - noch erträgliche Geschwindigkeit
• Blitz lässt sich bis zur kürzesten Verschlusszeit synchronisieren - 1/1500s ist hier drin
• Blende geht 'nur' von f:1.8-6.7 im WW, von f:2.4-6.9 im Tele - Verschlusszeiten von 16s-1/1500s - sehr viel Licht (>≈LW16) kann also schon Mal zum Problem werden. Graufilter ist dann angesagt.
• Lahme Speicherung von RAW-Bildern - aber immerhin kann sie RAW (auch RAW/JPEG gleichzeitig)
• Dreh- und schwenkbares Display
• Jackentaschenkompatibel ;O)

Die Kamera hätte ein wahnsinniges Potential gehabt, hätte Samsung etwas mehr Arbeit in die Firmware investiert. Die RAW-Qualität ist in dieser Preisklasse über jeden Zweifel erhaben, die JPEG-Engine eher schlecht. Die Ergonomie ist grottig - man muss sich in die Gedankengänge der koreanischen Ingenieure einarbeiten. Die Speichervorgänge dauern ewig, die Kamera geht immer im ungünstigsten Moment in den Stromsparmodus - aber die Bildqualität (RAW) entschädigt einen für alle diese Nachteile!

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10-20mm17-70mm18-55mm70-200mm8mm50mm90mm

Die K-7 wurde 2013 durch eine Pentax K-5 abgelöst. Sie sieht der K-7 zum Verwechseln ähnlich.
Die Verbesserungen liegen im Inneren (Sensor, Bildverarbeitung, Geschwindgkeit, Dynamikumfang).
Pentax hat eben einfach die perfekte Gehäuseform gefunden. - Warum sollte man die bei jedem Folgemodell ändern?

Nachdem ich der Kamera die Pentax-Sucherlupe spendiert habe, gibt es absolut nichts mehr, was mich an ihr stört - und ich hoffe, sie wird mich jahrelang treu begleiten.

Das Glas umfasst einen Brennweitenbereich von 8mm-200mm:
• Sigma 10-20mm
• Pentax 17-70mm SDM
• Pentax 18-55mm (Kit-Optik, regendicht)
• Sigma 70-200mm/2.8 HSM
• Samyang 8mm/3.5 Fisheye
• Pentax 50mm/1.4
• Tamron 90mm Macro

Das G.A.S. (Gear Acquisition Syndrome) sollte ich (hoffentlich!) inzwischen im Griff haben, denn nach dem Kauf von 2 zusätzlichen gebrauchten Yongnuos sind ca. 25 kg Strobisten-Geraffel angesammelt (diverse Lampenstative, Reflektoren, Lichtformer, Schirme, Hintergrund), die Möglichkeiten für Makro- und Produktfotos erweitert (Makroobjektiv, Einstellschlitten, Lichtzelt) und schlussendlich auch ein Nodalpunktadapter für Single-Row-Panoramen vorhanden (Makroschlitten mit L-Winkel und Panoramaplatte).

Die Möglichkeiten erstrecken sich hiermit auf, z.B.:
• Makro-Aufnahmen mit Focus-Stacking
• Makro-Aufnahmen im Breitformat (Horizontalverschiebung mit Stitching)
• 360°-Panoramen (Ausgabe als Bilddatei, HTML5-, Flash- oder Quicktime-Panorama)
• Langzeitbelichtungen mit ND-Filtern
• Portrait- und Beleuchtungs-Setups mit mehreren Blitzen per Funkauslösung
• HDR-Fotografie
• und nahezu alle möglichen anderen fotografischen Aufgabenstellungen

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